Windows 10 SDK

Das SDK für Windows 10, Version 1809, enthält die neuesten Header, Bibliotheken, Metadaten und Tools zum Erstellen von Apps für Windows 10.

Hinweis: Zur Entwicklung mit Windows 10 für Windows 10 ab Version 1809 ist Visual Studio 2017 erforderlich. Dieses SDK wird von früheren Versionen von Visual Studio nicht erkannt.

Erste Schritte

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Windows 10 SDK abzurufen. Sie können es von dieser Website installieren, indem Sie den Downloadlink wählen, oder Sie wählen diese Version des Windows 10 SDK (10.0.17763.0) in den optionalen Komponenten des Visual Studio 15.8-Installers aus.

Vor der SDK-Installation:

  1. Überprüfen Sie alle Systemanforderungen in diesem Thema.
  2. Beenden Sie Visual Studio 2017 RTM vor der Installation. Wenn Visual Studio ausgeführt wird, ist es möglich, dass die SDK-Einrichtung misslingt. Weitere Informationen über allgemeine Toolprobleme.
  3. Überprüfen Sie die in diesem Thema genannten bekannten Probleme.

Systemanforderungen

Für das Windows SDK gelten folgende Mindestvoraussetzungen:

Unterstützte Betriebssysteme

  • App-Entwicklung (UWP) mit Windows 10
    • Windows 10 ab Version 1507: Home, Professional, Enterprise und Education (LTSB und S werden nicht unterstützt)
    • Windows Server 2012 R2 (nur Befehlszeile), Windows Server 2016 (nur Befehlszeile)
  • Win32-Entwicklung
    • Windows 10 ab Version 1507
    • Windows Server 2016: Standard und Datacenter
    • Windows 8.1
    • Windows Server 2012 R2
    • Windows 7 SP1

(Unter früheren Betriebssystemen werden nicht alle Tools unterstützt.)

Hardwareanforderungen

  • Prozessor mit 1,6 GHz oder mehr
  • 1 GB RAM
  • 4 GB verfügbarer Speicherplatz auf der Festplatte

Weitere SDK-Anforderungen

Die Installation unter Windows 8.1 und älteren Betriebssystemen erfordert KB2999226. Für die Installation über Windows Update sollten die neuesten empfohlenen Updates und Patches von Microsoft Update installiert sein, bevor Sie das Windows SDK installieren.

Neuigkeiten

Das Windows 10 SDK für Windows 10, Version 1809, bietet eine Reihe wichtiger neuer APIs und aktualisierter Tools für die Entwicklung von Windows-Anwendungen. Weitere Informationen zu den neuen Features in Windows 10, Version 1809, finden Sie hier.

APIs

Informationen zu den mit Windows 10, Version 1809, eingeführten neuen APIs finden Sie unter Neuigkeiten für Entwickler in Windows 10, Build 17763.

Tools

CPPWinRT

C++/WinRT-Header und der CPPWinRT-Compiler (cppwinrt.exe) waren ursprünglich Teil des SDK für Windows 10, Version 1803. In dieser Version 1809 haben wir wesentliche Verbesserungen und Änderungen vorgenommen. Beispielsweise haben wir neben vielen anderen Aktualisierungen die Codegenerierung und die Kompatibilität mit den strengeren Konformitätsmodi in Clang und VC ++ verbessert. Weitere Informationen finden Sie in unserem GitHub-Repository, wo wir neue Features ankündigen und Ihre Anfragen und Probleme verfolgen.

MC.EXE

Wir haben einige wichtigen Änderungen an der C/C++-ETW-Codegenerierung im Message Compiler (MC bzw. mc.exe) vorgenommen:

  • Der Parameter „-mof” ist veraltet. Dieser Parameter weist mc.exe an, ETW-Code zu generieren, der mit Windows XP und früheren Versionen kompatibel ist. Die Unterstützung des Parameters „-mof” wird in einer zukünftigen Version von mc.exe eingestellt.
  • Solange der „-mof“-Parameter nicht verwendet wird, ist der generierte C/C++-Header jetzt sowohl mit dem Kernelmodus als auch mit dem Benutzermodus kompatibel – und zwar unabhängig davon, ob der Parameter „-km“ oder „-um“ in der Befehlszeile angegeben wurde. Der Header verwendet das Makro „_ETW_KM_”, um automatisch zu ermitteln, ob die Kompilierung für den Kernelmodus oder den Benutzermodus erfolgt, und ruft die geeigneten ETW-APIs für den jeweiligen Modus auf.
  • Der einzige verbleibende Unterschied zwischen „-km“ und „-um“ besteht darin, dass die mit „-km“ generierten EventWrite[EventName]-Makros über einen Parameter für die Aktivitäts-ID verfügen, während die mit „-um“ generierten EventWrite[EventName]-Makros keinen derartigen Parameter aufweisen.
  • Die EventWrite[EventName]-Makros rufen jetzt standardmäßig EventWriteTransfer (Benutzermodus) oder EtwWriteTransfer (Kernelmodus) auf. Zuvor riefen die EventWrite[EventName]-Makros standardmäßig EventWrite (Benutzermodus) oder EtwWrite (Kernelmodus) auf.
  • Der generierte Header unterstützt jetzt verschiedene Anpassungsmakros. Beispielsweise können Sie das MCGEN_EVENTWRITETRANSFER-Makro festlegen, wenn die generierten Makros etwas anderes als EventWriteTransfer aufrufen sollen.
  • Das Manifest unterstützt neue Attribute.
    • Name-Ereignis: nicht lokalisierter Ereignisname
    • Attributes-Ereignis: zusätzliche Schlüssel-Wert-Metadaten für ein Ereignis wie „filename“, „linenumber“, „componentname“ und „functionname“
    • Tags-Ereignis: 28-Bit-Wert mit benutzerdefinierter Semantik (pro-Ereignis)
    • Feld „tags”: 28-Bit-Wert mit benutzerdefinierter Semantik (pro Feld – kann auf data- oder struct-Elemente angewendet werden)
  • Sie können jetzt „Anbietermerkmale“ (z. B. eine Anbietergruppe) im Manifest definieren. Im Manifest verwendete Anbietermerkmale werden vom EventRegister[ProviderName]-Makro automatisch registriert.
  • MC meldet jetzt einen Fehler, wenn in einer lokalisierten Nachrichtendatei eine Zeichenfolge fehlt. (Zuvor wurde von MC automatisch eine beschädigte Nachrichtenressource generiert.)
  • MC kann jetzt mit dem Parameter „-cp utf-8“ oder „-cp utf-16“ Unicode-Ausgaben (UTF-8 oder UTF-16) generieren.

MSIX-Unterstützung

Die Windows SDK-Tools wurden aktualisiert und unterstützten das neue MSIX-Format. Sie können jetzt das MakeAppx-Tool verwenden, um Ihre Anwendung mit MSIX zu verpacken, und das MSIX-Paket mit dem Zertifizierungskit für Windows-Apps überprüfen.

Sicherungskopie für VM-Status

„VmSavedStateDumpProvider.dll“ macht eine Reihe von APIs verfügbar, die bei der Extraktion von sicherungsbezogenen Inhalten aus einer Datei mit dem gespeicherten Zustand eines virtuellen Hyper-V-Computers hilfreich sind. Der Zugriff auf die APIs ist jetzt über die enthaltene VmSavedStateDumpProvider.lib möglich.

Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation .

Windows-Debugger

Ipv6

Sie können eine neue Version der WinDbg-Vorschau hier herunterladen. Im Blog zu den Debugtools für Windows finden Sie aktuelle Informationen zur KDNET IPv6-Unterstützung und zur Dokumentation.

Neue Debuggerdatenmodell-API

Ab sofort steht eine neue objektorientierte Debuggerdatenmodell-Oberfläche zur Verfügung, die die Debuggerautomatisierung unterstützt und mit dem dbgmodel.h-Header genutzt werden kann. Das Debuggerdatenmodell ist ein erweiterbares Objektmodell, das von zentraler Bedeutung dafür ist, wie neue Debuggererweiterungen (einschließlich der in JavaScript, NatVis und C++) vom Debugger bereitgestellte Informationen nutzen und Informationen erzeugen, auf die vom Debugger und von anderen Erweiterungen zugegriffen werden kann. Konstrukte, die für die Datenmodell-APIs geschrieben werden, stehen in der dx-Ausdrucksauswertung des Debuggers sowie über JavaScript-Erweiterungen oder C++-Erweiterungen zur Verfügung. Die Dokumentation ist in der Übersicht der Debuggerdatenmodell-Oberfläche in C++ und unter dem dbgmodel.h-Header verfügbar.

Windows Performance Toolkit

Mit der neuesten Version von Windows Performance Recorder (WPR) funktionieren WPR-Profile (WPRP) mit benutzerdefinierten Ereignissen in TraceMergeProperties jetzt wie vorgesehen: Wenn ein benutzerdefiniertes WPRP ein XML-Element TraceMergeProperties mit einer leeren Menge von benutzerdefinierten Ereignissen enthält, ist nicht mehr der Standardsatz von benutzerdefinierten Ereignissen (ImageIDs, WinSat und andere Standardwerte) enthalten.

Wenn Sie möchten, dass sich der neueste WPR wie in früheren Versionen verhält, fügen Sie das folgende Attribut als Teil des Elements TraceMergeProperties ein: Base=”TraceMerge_Default”

Bei der aktuellen Version von Windows Performance Analyzer (WPA) ist für bestimmte Komponenten in Windows 8-Installationen das Microsoft .NET Framework 4.5.2 erforderlich. Um die ordnungsgemäße Verwendung von WPA zu gewährleisten, müssen Sie die aktuelle Version von .NET von https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=48130 installieren.

Beispiele

Beispiele für Windows 10-Apps sind jetzt über GitHub verfügbar. Sie können den Code auf GitHub durchsuchen, von Git eine persönliche Kopie des Repositorys klonen oder ein gezipptes Archiv mit allen Beispielen herunterladen. Wir freuen uns immer über Feedback. Erstellen Sie im Repository also gern eine Anfrage, wenn Sie ein Problem oder eine Frage haben. Diese Beispiele sind für die Ausführung auf Desktopgeräten, mobilen Geräten und zukünftigen Geräten ausgelegt, welche die Universelle Windows-Plattform (UWP) unterstützen.

Vorherige SDK-Versionen

Die zuvor veröffentlichten SDKs und Emulatoren sowie die Updatedetails finden Sie auf der Archivseite.

Neue APIs

Denken Sie bei der Verwendung neuer APIs daran, Ihre App adaptiv zu programmieren, damit sie auf der größtmöglichen Anzahl von Windows 10-Geräten ausgeführt werden kann. Eine adaptive App beeindruckt mit neuen Features, wenn Geräte und die Windows-Version diese unterstützen, bietet aber ansonsten nur die Funktionalität, die auf der erkannten Plattformversion verfügbar ist. Details zur Implementierung finden Sie unter Dynamically detecting features with API contracts (10 by 10). Die aktuellen Versionshinweise oder Probleme finden Sie im Windows-Entwicklerforum.